Sign Up Form
Sign In Form
Du möchtest digitale Produkte erstellen, zu denen deine Kunden nicht nein sagen können? Dann trage dich hier ein und erhalte den elopage-Guide gratis! Außerdem bekommst du die heißesten Tipps und Tricks rund um das Verkaufen digitaler Produkte in unserem Newsletter.
Ich hasse Spam und verspreche deine Daten zu schützen.

Der UAP

Die Überschrift soll nicht heißen, dass der USP (Unique Selling Point) wegfällt oder nicht mehr wichtig ist. Im Gegenteil, durch den UAP werden die USPs eines Unternehmers (schneller) deutlicher. Die Spreu trennt sich vom Weizen – dank der schnellen Informationswelt. Die Idee ist eher, dass ohne den UAP der USP nur für eine limitierte Zeit Verkäufe bzw. Erfolge bringt, während die Nachhaltigkeit deines Businesses durch den UAP überhaupt erst eine Realisierungschance findet.

Doch was ist der UAP? UAP steht für Unique Authenticity Point. Ich weiß nicht, ob es jemand bis heute genutzt hat. Zumindest habe ich keine Quellen hierzu gefunden, weder im deutschen Web, noch im englischen. Wofür der UAP genau steht werde ich dir weiter unten verraten. Ebenso wie man den UAP einsetzen kann. Lass uns doch vorher aber den Weg zum UAP unter die Lupe nehmen, damit wir vom Verständnis her auf einer Ebene sind.

Der Weg zum UAP

elopage, das SaaS-Tool für Online Unternehmer zum Verkaufen von digitalen Produkten und Online Kursen / Mitgliederbereichen, wird von hunderten Coaches, Freelancern, Solopreneuren, digitalen Nomaden, Network Marketern und generell Unternehmern benutzt. In den letzten Monaten habe ich mit fast 90% unserer Unternehmer mindestens ein Gespräch geführt, mit manchen sogar bis zu 20. Dabei drehen sich die Gespräche meist um Vermarktungsstrategien, Content, Integrationen, Reichweite, Retention, Conversions, free vs. zahlende Kunden usw. Der Großteil dieser Unternehmer hat die Absicht, nachhaltige Projekte bzw. Unternehmen aufzubauen; eine Tatsache, die mir sehr viel Freude bereitet. Dies motiviert und inspiriert uns als Team alles zu geben, um das produktivste Tool zu bieten.

In diesen Gesprächen geht es im Wesentlichen um die folgenden Hauptthemen:

  • Mehr Kunden & Umsatz
  • Automatisierung durch bessere Tools
  • Magische Marketing-Insights, die dem Business einen Boost geben

Viele unserer Nutzer bzw. potentiellen Nutzer investieren Stunden, Tage, Woche oder sogar Monate und recherchieren Tools und Insights, um Antworten auf Fragen rund um die genannten Themen zu finden. Dabei vergessen sie allerdings, den ersten und wichtigsten Schritt zu machen.

Interessant ist, dass viele unserer Nutzer technisch affin sind und bereits diverse Tools verwenden, um ihre Geschäftsprozesse zu managen. Noch interessanter ist, dass dieser Umstand keineswegs höhere Umsätze garantiert.
Denn: Auf der anderen Seite haben wir viele Nutzer, die sehr wenig Ahnung von Tools haben und teilweise überhaupt nicht wissen, warum die wichtigsten Komponenten wie Zahlungsanbieter, CMS und E-Mail-Anbieter überhaupt zusammenhängen sollten. Diese Nutzer aber haben teilweise mehr wiederkehrende Kunden und höhere Umsätze, als die erste Gruppe.

Wo liegen also die Unterschiede zwischen diesen Gruppen? Hier sind einige Mind-Set Unterschiede, die jegliche unternehmerischen Aktivitäten prägen:

  • Marathon-Läufer vs. 50-Meter-Sprinter
  • Meilensteine erreichen vs. Endstation
  • Community vs. Listen aufbauen
  • Problemlösungen vs. Trendprodukte
  • Nachhaltig/regelmäßig verdienen vs. schnell Millionär werden

Warum gibt es diese Unterschiede? Ein Versuch zur Erklärung.

Auf der Suche nach Erklärungen fiel mir öfter der “Start with why – how great leaders inspire action”  Vortrag von Simon Sinek ein, den ich mir vor ca. 6 Jahren das erste Mal anschaute. Wer sich den Vortrag ansehen möchte, hier entlang (EMPFEHLUNG) >>> Simon Sinek: How great leaders inspire action

Besonders die Grafik des Golden Circles lässt genau erkennen, warum es überhaupt Unterschiede gibt und wie sich diese auf die unternehmerischen Erfolge auswirken.

Large gc slides v1.4

Simon-Sinek-Golden-Circle

Frage an dich: “Wo im Kreis beginnst du, wenn du ein neues Unternehmen aufbaust?”

Wir haben also eine Nutzergruppe, die das “What” perfekt beherrscht. Diese Nutzer wissen genau was sie tun, haben viele Trendbegriffe verinnerlicht und wenden sie professionell an. Das finde ich bemerkenswert und auch gut. Auch das “How” beherrschen sie, indem sie wissen, welche Tools sie nutzen müssen und ein paar Tricks lernen, mit denen sie Skalier-Effekte oder Produktivitätssteigerungen erreichen. Doch bei dem “Why” hört es leider oft auf. Stattdessen intensiviert diese Gruppe ihre Aktivitäten auf den Ebenen “What” und “How”, weitet sie sogar aus, sodass die äußeren Kreise größer werden, während der Kern, das “Why”, immer weiter schrumpft. Die große Gefahr ist, je mehr man sich hier auf das “What” und “How” konzentriert, dass man umso mehr den Fokus auf das “Why” vergisst. Noch schlimmer – die Chance,  sich in Zukunft auf das “Why” konzentrieren zu können, schrumpft ebenfalls.

Selbstverständlich kann man über den Umweg “What” und “How” auch ein “Why” entwickeln. Manchmal begeistert eine neue Zielgruppe so sehr, dass man eine echte Mission oder einen wirklichen Grund findet, um die Welt eines jeden in der anvisierten Zielgruppe besser zu machen oder positiv zu verändern. In einem solchen Fall führt uns das „What“ – die Zielgruppe – also direkt zu unsrem „Why“ – dem Grund, wieso wir das Leben dieser Zielgruppe verbessern wollen.

Nun mag die Frage aufkommen “Wie sollen die Kunden all das bemerken? Was macht es für einen Unterschied?“
Wir haben keine empirische Forschung gemacht, um genaue Daten angeben zu können. Trotzdem möchte ich euch einen kleinen Überblick über die Erkenntnisse geben, die ich selbst in den letzten Jahren durch Erfahrungen mit elopage und unseren Kunden und eigener Weiterbildung zusammengetragen habe.
Die grundlegende Entdeckung ist, dass ohne das “Why” keinerlei “Wow-Effekte” ausgelöst werden. Ohne „Why“ springt keinerlei “Funken” auf den Kunden bzw. auf die Community über und es wird keinerlei Begeisterung und Mobilisierung im organischen Sinne erzielt. Natürlich kann man mit genügend monetären Mitteln eine Mobilisierung (z.B. Affiliate Marketing) auf künstlichem Wege erreichen, doch die organische Welle bleibt weg – der Faktor, bei dem jeder Online Marketer weiß, dass hier Wachstum und Gewinne versteckt sind.

Macht es also Sinn, beim “Why” zu bleiben?
Ich glaube nicht, dass das ausreicht – denn der Apfel schützt seinen Kern auch nicht nur durch die Schale. Er entwickelt eine breite Schicht aus Fruchtfleisch und erst darum kommt die Schale (biologisch passiert hier sicherlich mehr). So ist der Kern optimal gegen Angriffe von außen geschützt – und bis der Wurm zum Kern vordringt, bleibt die Chance zu reagieren :).
Ich glaube aber, dass es trotzdem besser ist, mit dem “Why” zu beginnen, denn aus dem Kern heraus die Community zu entwickeln, gibt mehr Kraft, Ausdauer und Durchhaltevermögen, um ein gesünderes Fruchtfleisch und eine stärkere Schale aufzubauen. Die Community wird oder kann enormen Einfluss auf die Entwicklung des “How” und “What” haben – das Business profitiert also von der kollektiven Intelligenz. Positiv ist auch, dass sich “What” und “How” ändern und anpassen können, während das “Why” eher seltener und langsamer veränderbar ist. Überlegen wir uns doch einmal, warum in der Wahrnehmung der Menschen der Begriff “Smartphone” nicht wirklich zu Nokia gepasst hat? Vielleicht, weil Nokia jahrelang das “Why” anders definiert und gelebt hat?

Ich glaube fest, dass das “Why” der elementare Baustein ist, um eine Organisation so auszurichten, dass sie eine Wirkung erzielt. Der monetäre Erfolg ist vorprogrammiert – wenn man das richtige Geschäftsmodell hat.

Die Anfänge des UAP’s

Ich bin ein Fan von Simon Sinek und empfehle seine täglichen Zitate. Der Mann kann mit einem Satz eine Message geben, die manche Bücher mit 600 Seiten nicht vermitteln können. Der Golden Circle lässt sich schnell verstehen, aber ich glaube, dass hier noch mehr kommen muss, um die Umsetzbarkeit zu fördern. Bei einem Skype-Call fragte ich Flint nach Tipps, wie ich meinen nächsten Vortrag strukturieren sollte, um die oben genannten Themen einzubringen. Flint ist ein Visionär, der ein spannendes Leben führt und meiner Meinung nach jemand ist, der sein “Why” mit seinem VENIAClub richtig lebt. In unserem Gespräch fielen Begriffe wie Sinnwirtschaft und auch der UAP, abgeleitet vom USP. Die Idee ist es ein Modell zu entwickeln bzw. ins Leben zu rufen, was von der Community weiterentwickelt werden kann.

Im Hinblick auf unsere Nutzer vermittelt der Golden Circle bzw. “Start with why” zwar die richtige Botschaft, jedoch fehlt es hier an der anschaulichen Strategie. Viele fragen sich “wie soll ich diese Botschaft in mein Produkt bzw. Unternehmen übersetzen?”. Ich denke, hier kann der UAP helfen, um hier Schritt für Schritt den gewünschten Status zu erreichen.

Solopreneur-Day-Praesi_elopage_Tolga_Oenal
Urheber: konstantin32 / 123RF Lizenzfreie Bilder

Warum ich dieses Bild gewählt habe? Ich glaube, weil die Situation weit weg von Show, Verspieltheit, falschen Erwartungen und Manipulation ist. Sie ist echt. 

Definition UAP:

Der Unique Authenticity Point beschreibt die einzigartige Wahrnehmung oder das vermittelte Gefühl einer Personenmarke oder Person innerhalb einer Community oder Gruppe im Hinblick auf bewusst und unbewusst kommunizierte Werte, wie Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit.

Im Gegenteil zum USP (Unique Selling Point) geht es beim UAP mehr um den Mindset-Status, einen Lebensstil, den man zwar beschreiben kann, aber nicht mit einem Slogan zusammen fasst. Aus diesem Grund gefällt mir ebenso der Begriff Unique Perceived Authenticity, der UPA.

Die Macht des UAPs – Stufe für Stufe

Ich bin kein Fan von schönen Theorien, die uns im ersten Moment ein gutes Gefühl geben, aber Tage später eine große Leere verursachen, weil wir nicht wissen, wie wir sie in unser Business oder unser Leben integrieren sollen. Ich bin mehr an umsetzbaren Strategien interessiert.
Mal so am Rande: Ich glaube mittlerweile, der Mensch sollte nur soviel zusätzliches Wissen aufnehmen, wie er imstande ist, umzusetzen oder zu leben. Alles andere frustriert, demotiviert und macht uns unglücklich. Was denkst du darüber? Schreib es in die Kommentare! 🙂

via GIPHY

Besonders gut gefällt mir die Produkt-Treppe®, entwickelt von Smart Business Concepts (Ehrenfried Conta und Brigitte Gromberg). Bei der Produkt-Treppe geht es darum das eigene Produkt so weiterzuentwickeln, dass der Customer-Life-Time-Value (LTV) insgesamt erhöht wird – beginnend mit kostenlosen Produkten (Stufe 0-1) bis hin zu Premium-Produkten/Kursen/Angeboten auf Stufe 5-6. Details findest du in den Büchern und Vorträgen von Ehrenfried und Brigitte.

 

 

Solopreneur-Day-Praesi.008

die-UAP-Treppe

Welche Bedeutung hat die Treppe für den UAP? Gibt es Parallelen?

Ich denke ja. Denn die Treppe fordert die Entwicklung mehrerer Skills & Eigenschaften:

  1. Die Entwicklung der Produkte & Kunden
  2. Die gesamte Entwicklung unserer internen Prozesse & Community

Brigitte & Ehrenfried Conta Gromberg haben die Produktentwicklung intensiv unter die Lupe genommen.

Meine Absicht ist es nun die Stufen so zu übersetzen, dass ein einzigartiges und realisierbares UAP-Konzept entsteht, dass du realisieren kannst:

Stufe 1 – Support

Es ist eine Selbstverständlichkeit und schon lange nichts besonderes mehr, wenn du guten Support anbietest. Auf dieser Ebene generieren viele Unternehmer Leads, verschenken kostenlose E-Books, Downloads oder geben Einsicht in ihren Kurs. Hier entsteht bereits eine direkte Beziehung zwischen Unternehmer und Kunde/Teilnehmer. Die meisten eBooks oder Download-Produkte lassen sich nicht in 5 Sekunden lesen, hören und verstehen. Wer denkt, dass er hier etwas „umsonst“ rausgibt, täuscht sich. Gerade in dieser Stufe musst du einen genialen Support anbieten, zuvorkommend sein und die neuen Leads re(aktivieren). Denn der Lead investiert Zeit. Er hat sich bereit erklärt, dir eine Chance zu geben und prüft zumindest deinen Lösungsansatz.

UAP in Action – was tun?

“Wenn du nicht angerufen wirst, wenn du keine Chat-Nachrichten, keine Fragen über dein kostenloses Angebot, keine Anfragen über Facebook, Xing, Linkedin erhältst – dann machst du etwas falsch!”

Öffne die Türen, in dem du klar machst, dass du auch für Interessenten voll und ganz da bist. Zeige mehrere Channels, wie Whatsapp oder Telegram-Gruppen, direkten Telefonkontakt, biete die Buchung eines 15 minütigen (kostenlosen) Gespräches (keine Beratung) an.

Antworte schnell & persönlich, denn die meisten Probleme sind akut und wollen von echten Personen gelöst werden. Sonst hätte der Interessent auch eine trockene Standardlösung ohne Geist suchen können. Sei da und zeig‘, dass er richtig liegt, wenn er dir vertraut. Eine Antwort innerhalb von 2 Stunden ist genial, denn wenn das Thema heiß ist, werden Entscheidungen schneller getroffen!

Zeig’ kein Interesse. Sei’ interessiert!
Fragen:

  • Was genau machst du?
  • Wie lange bist du schon in dem Thema aktiv?
  • Cool, wie siehst du die Zukunft?
  • Wo genau möchtest du stehen?
  • Was sind deine Challenges?
  • Wie kann ich helfen?
  • Wie bist du zu dem gekommen?
  • Machst du das gerne?
  • Vollzeit, Teilzeit?

Verkaufe nicht. Verstehen reicht!
Erwähne kein einziges mal dein Angebot. Er wird schon recherchiert haben und kennt deine Angebote. Wenn er erwähnt, dass es z.B. ein eBook für 99 EUR gibt, das du anbietest und fragt, ob es für ihn nützlich wäre, dann sei ehrlich. Denn du weißt genau, ob sich der Kunde bereits in der Stufe befindet, um den maximalen Nutzen aus dem Buch zu haben.

Mein Tipp: 

Verkaufen ist keine Kunst. Die Kunst ist es, dass dein Produkt oder Kurs zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort, dem Kunden den maximalen Benefit ermöglicht. Denn nur solange der Nutzen aktiv ist, verlängert dein Unternehmen seine Existenzberechtigung. Gehe in deine Abstellkammer und schau hin: Wann hast du zuletzt positiv über die dort liegenden „Gegenstände“ berichtet?

Rede wenig. Hör’ hin!
Die meisten von uns versuchen in den Gesprächen mehr von uns zu erzählen. Auch versuchen wir die ganze Zeit “zuzuhören”, um Schlüsselbegriffe herauszuhören, die wir aufgreifen und unsere eigene Geschichte erzählen zu können bzw. das Gespräch “zuzureden”. In dieser Stufe hat dein Interessent / der Kunde / euer Lead die Bühne für sich. Dieser Punkt ist extrem wichtig, damit du deine Produkte und Kurse richtig gestaltest, anpasst und positionierst. Wer diese Insights nicht nutzt, kann ruhig auf der “Support-Ebene” bleiben. Nicht weiterlesen!

Stufe 2 – Service

Mit dem Support-Konstrukt hast du bewiesen, dass du imstande bist, Probleme zu lösen oder zumindest den richtigen Ansatz hast. Als Nächstes gilt es, dem Lead einen Service zu bieten, der gerne auch kosten darf. Dieser Service muss nicht individuell gestaltet werden. Du hast in deinem Repertoire ein paar eBooks, White-paper, Checklisten oder Audio-books usw., die ein Thema nicht zu 100% abarbeiten, aber eine deutliche Vereinfachung für den Kunden bieten. Wie auch in der Produkt-Treppe beschrieben, können hier niedrig-preisige Produkte angeboten werden. Mit dem Support-Fundament hast du das volle Vertrauen und die Integrität, um nun dein Produkt zu platzieren. Da du die Gespräche geführt hast, weißt du, an welchem Meilenstein dein Kunde sich befindet. Um ihn hier weiterzuführen, kannst du Empfehlungen abgeben, die nicht ganz individuell sein müssen, aber den persönlichen Touch nicht ganz verlieren.

UAP in Action – was tun?

Biete zusätzlich situationsbedingte & inoffizielle Leistungen
Nehmen wir an, dein Kunde hat ein Problem mit seiner WordPress-Seite und kriegt ein Plugin nicht installiert. Vereinbare einen kurzen Termin und helfe aus, sei es per Screensharing oder Team-Viewer. Oder du hast ein Rückentrainingsprogramm entwickelt für Bürohocker. Jetzt fragt aber eine Kundin, ob man das Programm auch im Stehen anwenden kann und wie sie manche Übungen ersetzen kann. Gehe es kurz mit ihr durch und berate sie. Diese Leistungen können zusätzlich kosten. Wichtig hierbei ist, dass der Service-Aspekt klar zu sehen ist. Du hörst von individuelle Problemen und Nachfragen, passt dein Wissen an und hilfst bei der schnellen Umsetzung.

Entwickelt vertiefende Produkte/Angebote.
Wie gesagt, du kannst und solltest mit deiner Community bzw. Kunden gemeinsam wachsen. Wie funktioniert das? Du beobachtest deine Verkäufe und siehst, was gut und was weniger gut ankommt. Nehmen wir an du hast ein allgemeines eBook von 200 Seiten über Facebook-Marketing geschrieben. Jetzt siehst du, dass deine Community besonders viele Fragen über den Power-Editor in Bezug zu Instagram-Ads stellt. Warum also kein bezahltes Webinar mit dem Titel “Wie du mit dem FB Power Editor effektive Instagram-Ads schaltest” anbieten?

Mein Tipp: 

Gute Produkte entwickeln den Kunden. Die Ausgangssituation für viele mag eine Ähnliche sein. Doch in vielen Bereichen entwickeln sich mit Lösungen auch neue Bedürfnisse.

Soft-Pivote
Wenn Leistungen, Angebote, Produkte, Methoden usw., nicht funktionieren, zukünftige Entwicklungen stoppen, verwirren, keine Einnahmen mehr erzielen, dir die Performance nicht gefällt oder sie geschäftsschädigend sind – schmeiß sie weg. Sobald du hoffst, dass eines Tages jemand schon Feature X oder Produktattribut Y nutzen wird, ist die Zeit gekommen, den Pivot durchzuführen. Das wird dir helfen alle Support & Service-Aktivitäten zu verbessern und dich auf die “Winner-Faktoren” zu konzentrieren. Ich kann dich beruhigen – mit dem UAP bist du das beste Produkt bzw. das Hauptprodukt.

via GIPHY

Definition und Arten von Pivoting findest du hier: Top 10 Ways Entrepreneurs Pivot a Lean Startup

Stufe 3 – Engagement

Die dritte Stufe – jetzt wird es richtig spannend. Was macht 1+1? Du wirst natürlich mit 2 antworten. Wie wäre es aber mit 11? Ja, mit der Power der Crowds kannst du aus 1+1 = 11 machen! Praktisch, oder? Diese Stufe entscheidet, ob du aus deinem Geschäft ein skalierbares Unternehmen  aufbauen kannst, ohne dabei ein Vermögen in Prozesse zu investieren. Diese individuelle Arbeit von Stufe 1 und 2 kann von nun an nämlich deine Community für dich übernehmen! Wie du zu dem Punkt kommst? Hier die 2 wichtigsten Tactics:

UAP in Action – was tun?

Nutze Interaktion, um mit deinen Kunden eine intensivere Kommunikationsbasis aufzubauen. Dabei gehst du leicht in die emotionale Bahn. Hier geht es mehr darum, dass du deine Produkte, Kurse und Leistungen durch interaktive Elemente nützlicher machst und vor allem bleibende Wirkung erzielst.

Insight: Viele Coaches & Unternehmer, mit denen ich gesprochen habe, gaben zu, dass nur 10% der Kursteilnehmer das neu erlernte Wissen auch umsetzen können. Hallo? Wo ist der Nutzen für die 90%?!

Ich stelle mir diese Situation wie folgt vor: Ich baue ein Straßennetz, damit Erreichbarkeit einfach und schnell gewährleistet ist, sodass Autos frei herumfahren können und das gesamte Netz beleben. Statt aber die Autos durchfahren zu lassen, baue ich überall Sackgassen und das auch noch ohne Beschilderung. Was passiert? Mein Netz verliert an Bewegung und irgendwann liegt es lahm!
Die Lösung liegt in der Interaktion. Fragt eure Fahrer (Nutzer) wo sie hinfahren möchten. Fragt sie, welche Ecken sie gut finden. Fragt sie, ob sie an der großen Kreuzung die neue Bio-Company-Filiale entdeckt haben. Fragt sie, ob sie die anderen Autofahrer gesehen und bemerkt haben, dass viele die südliche Route lieber benutzen, da man dort am Zoo vorbeifährt und Elefanten sehen kann. Fragt sie, ob sie das neue Auto-Kino schon entdeckt haben oder ob sie die Promenadenstrasse schön finden, da hier die besten Ice-Cream-Verkäufer zu finden sind.

Du lachst über meine Fantasie? Dann hab ich hier mein Ziel erreicht! Denn ich glaube, dass deutlich mehr Teilnehmer & Kunden Wissen umsetzen können, wenn es auf visuelle Weise vermittelt, anstatt stumpf heruntergebetet wird – denn Wissen muss Form annehmen, visualisiert werden, packbar & dann umsetzbar sein.

Connecte deine Community, um die gemeinsame Zugehörigkeit zu fördern. Wir wollen, ob introvertiert oder extrovertiert, mit Gleichgesinnten zusammen sein. In dieser Stufe sprechen deine Nutzer miteinander. Sie helfen sich gegenseitig. Deine aktiven & engagierten Kunden können nun auch neuen Kunden, die sich in der Stufe 1 und 2 befinden, helfen. Sie sind deine Botschafter und Guides. Davon lebt unter anderem die Freiwilligenarbeit. Solange ein Zweck gegeben ist, und die Teilnehmer anerkannt werden, entwickelt sich eine Community, die bereit ist, die nächste Stufe zu nehmen.

Ich muss ja hoffentlich nicht die Tools nennen, um solche Interaktionen und Communities aufzubauen??!!

Mein Tipp: 

Sieht die Community in dir etwas, was ihr gehört? 

Stufe 4 – Enchantment

Jetzt, wo du die Probleme gelöst hast und deine Community richtig aufblüht, musst du die Frage stellen, was die nächste Stufe ist. Du bist mit Herz und Seele dabei und daher ist dein UAP so einzigartig. Ich schreibe diesen Blogpost nicht nur einfach so. Ich will natürlich, dass du deine Community aufbaust und ordentliche viele Transaktionen hast, damit wir auch wirtschaftlich aufblühen – gemeinsam! Dafür brauchst du eine Community, die über das faktische bzw. rationale hinausgeht und deine (Solo)brand beherzigt und mitträgt. Deine Community beginnt mit 2 Personen! Lass dir nichts anderes einreden! Wer mit 2 arbeiten kann, kann es mit 20, 200 und 20000!

Guy Kawasaki, einer meiner Lieblingsautoren, schreibt in seinem Buch „Enchantment“, wie man Herz und Verstand von Menschen erobert, um eine Bewegung in Gang zu setzen. Ich würde schon fast sagen, dass Enchantment der Hauptfaktor ist, der die DNA eines Unternehmens verändern kann. Denn Enchantment lebt von Freude und Begeisterung.

 

Guy Kawasaki Enchantment Buch Cover

Guy Kawasaki Enchantment Buch Cover

 

Wie du Freude und Begeisterung in deiner eigenen Community entfachst, weißt du selbst am besten – doch oft traust du dich nicht. Enchantment ist aber mit das Menschlichste und es ist angeboren. Ein neugeborenes Baby enchanted die Welt mit einem Lächeln. Hat es diesen Post gelesen? Ich glaube nicht. Ist ein Baby der beste Entrepreneur? Ja! Das Baby hat so eine passionierte Community, dass sie morgens um 4.44 Uhr aufsteht, um seinen Hunger zu stillen. Commitment pur! Würdest du zur selben Zeit zu deinem Supermarkt rennen, wenn es Lieferengpässe gibt oder das Lager brennt? Wahrscheinlich nicht.

Zurück zur Sache. Wir können alle Freude bereiten. Ich werde dir ein Beispiel geben, das dir als Vorbild dienen kann und nebenbei marketing-technisch extrem klug ist – weil es alle Ausreden vernichtet:

Yemeksepeti.com (das türkische Lieferheld mit 6-stelligen Bestellungen pro Tag, vor paar Monaten von Lieferheld für knapp 590 Mio USD übernommen) ist für mich eins der besten Beispiele, wie man im Massengeschäft trotzdem enchanten kann. Das Management hat sich genau überlegt, wie man jeden einzelnen Kunden individuell bzw. namentlich zum Geburtstag gratulieren kann. So war die Mission geboren. Das gesamte Yemeksepeti Team (120 Angestellte zum dem Zeitpunkt) hat sich in viele kleine Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat eine Liste mit Vornamen bekommen und drehte dann Happy-Birthday-Videos – für jeden einzelnen Namen. Am Ende konnten auf diese Weise der Großteil von türkischen Namen abgedeckt werden. Um es etwas spannender zu machen haben die Teams alltägliche Situationen & Meetings im Unternehmen nachgespielt, währenddessen dann eine Nachricht kommt, dass der Kunde „Hakan“ Geburtstag hat. Eins von hunderten Videos findest du unten:

Wenn Yemeksepeti das mit mehreren Millionen Kunden kann – dann kannst du das mit ein paar hundert Kunden auch!

Mit Enchantment bringst du deine Kunden auf eine emotionale Basis, die für die letzte Stufe – das Empowerment – eine Voraussetzung ist.

Mein Tipp: 

Enchantment kennt keine Größe. Egal wie umfangreich die Aktion ist – der Unterschied zählt. 

 

Stufe 5 – Empowerment

Hast du deine Kunden und Community auch auf der emotionalen Basis für den gemeinsamen Zweck gewonnen? Bist du nun auch im privaten Leben ein Thema für deine Community? Entstehen neue Freundschaften, Unternehmen und Partnerschaften innerhalb deiner Community? Dann ist die Zeit für Empowerment gekommen.

Ob du hier deine Kunden vergütest um deine Community zu vergrößern oder ob sie es freiwillig machen, hängt ganz allein von der Natur deines Businesses ab.

14231358_10153894144974071_7249691835459359838_o

Tolga-Vortrag-Solopreneur-Day-2016

Eine Aufnahme vom Solopreneur Day 2016 – Credits: Franziska Schonert

Ein Beispiel für Empowerment: Ehrenfried und Brigitte haben mich als Speaker zum Solopreneur Day am 09.09.2016 eingeladen, an dem ich über den UAP als Hauptkomponente sprach. Ehrlich gesagt ist der UAP noch sehr jung. Bis 2 Tage vor dem Vortrag wusste ich noch nicht recht, wie ich den UAP verpacken sollte, sodass es bildlich und konzeptionell greifbar wurde. Schon länger gefiel mir die Produkt-Treppe und besonders die Mission des Gromberg-Paares. Während des gesamten Kontakts und der DNX im Mai hat mich dieses Team beeindruckt und ich schätze ihre Arbeit sehr – da sie eine große Bedeutung für die Entwicklung von Solo-Preneurship hat.

Ich empfand also ein gewisses Empowerment, wenn auch passiv und leicht unbewusst und wandte die Treppe an, um den UAP strategisch aufzustellen. Dieses Empowerment ist keineswegs vergütet und ich profitiere auch nicht als Affiliate oder so. Es ist echt. Ich bin empowered und du weißt spätestens ab jetzt etwas von Smart Business Concepts und der Produkt-Treppe.

 

Mein Tipp: 

„A movement only exists when people are inspired to move, to do something, to take up the cause as their own.“ Simon Sinek 

 

Schlusswort

Jeder Kunde kann diese Treppe hochgehen. Manche werden bei einigen Stufen länger brauchen, manche werden abspringen. Manche kommen schneller voran. Wichtig ist, dass bei keiner Stufe nachgelassen wird – und die Konzentration gleichmäßig verteilt ist. Mit dem UAP wirst zur Marke, die deine Community feiert! Mit dem UAP kannst du Fehler machen, die dir verziehen werden. Du kannst sofort beginnen und dein Business aufbauen, ohne erst Perfektion erreichen zu müssen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, über den UAP zu lesen. Ich freue mich über dein Feedback, Kritik und Anregung – egal ob als Kommentar unter diesem Artikel oder auf direktem Wege: tolga.oenal@elopage.com

Stay authentic! Be unique!

 

Tolga Önal

Über Tolga Önal

Als Vollblut-Unternehmer gründete Tolga Önal bereits mit 17 seine erste IT-Agentur. Später folgten weitere Unternehmen in London, Istanbul und Berlin. Seit 2015 baut er als Cofounder elopage auf, ein SaaS-Tool zum Verkaufen von digitalen Produkten. Mit seiner Liebe zu Startups und seinem unternehmerisches Gespür engagiert er sich auch als Investor und Mentor.