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Eine kleine Online-Kurs-Typologie

Was ist ein Online-Kurs? An was denkst du spontan, wenn du diese Frage liest? Viele haben eine Reihe von Videos vor Augen, die der Teilnehmer zeitlich selbstbestimmt durcharbeitet – aber eine Serie von Videos ist bei weitem nicht die einzige Möglichkeit, einen Online-Kurs zu gestalten! In diesem Artikel möchte ich zeigen, welche weiteren grundsätzlichen Formate es für Online-Kurse gibt – so dass du mehr Möglichkeiten siehst, deinen Kunden mit deinem Wissen effektiv voranzuhelfen.

Die vier Grundtypen von Onlinekursen

Ich verstehe unter einem Onlinekurs einen ganz oder teilweise standardisierten Prozess, durch den Teilnehmer von einem Ausgangspunkt A zum Kursergebnis B geführt werden. In der Regel zieht sich dieser Prozess mindestens über einige Wochen und kann bis zu mehreren Monaten dauern. Zentral bei dieser Definition ist, dass Onlinekurse darauf ausgerichtet sind, den Kunden beim Erzielen von Ergebnissen zu unterstützen – und eben nicht nur Wissen zu vermitteln.

Wie kann ein Onlinekurs nun konkret aussehen? Ich unterscheide vier Grund-Typen:

1. Selbstlernkurs: Bei diesem Format bereitet der Kursanbieter sein Wissen in geeigneten Medien auf (Video, Audio oder Text) und bringt es in eine sinnvolle Schrittefolge. Nach dem Kauf erhält der Kunde automatisch den Zugang zu den Materialien – zeitlich getaktet oder alles auf einmal. Selbstlernkurse müssen übrigens nicht zwangsläufig Video-Kurse sein – es sind auch Audio- oder textbasierte Kurse denkbar (oder ein Mix dieser Medien).

Das Offline-Aquivalent ist das Lehrbuch bzw. das Arbeitsbuch, also einem umsetzungsorientierten Buch.

2. Gruppen-Online-Kurs mit überwiegend asynchroner (= zeitversetzter) Kommunikation: Hier gibt es den Input des Trainers ebenfalls in multimedialer Form, so dass die Teilnehmer ihn im eigenen Tempo durcharbeiten können.

Zusätzlich gibt es eine aktive Community, eine Gruppe von Teilnehmern, die sich gegenseitig unterstützen und in der auch der “Trainer” aktiv dabei ist und als Ansprechpartner für Fragen greifbar ist. Die Kommunikation findet über ein Forum oder bspw. eine geschlossene Facebook-Gruppe statt.

3. Live-Workshop-Reihe (= Serie interaktiver Webinare) mit überwiegend snychroner Kommunikation: In diesem Onlinekurs-Format gibt es mehrere Live-Online-Termine, in denen der Trainer und die Teilnehmer zeitgleich in einem Webinarraum oder Online-Konferenz-Raum zusammenkommen, der “Trainer” Input gibt und mit den Teilnehmern interaktiv zusammenarbeitet.

Meist gibt es Arbeitsunterlagen wie Arbeitsblätter und Checklisten für die Teilnehmer zum individuellen Durcharbeiten zwischen den einzelnen Live-Treffen.

Beide Formate, Gruppenkurs und Workshop-Reihe entsprechen in der Offline-Welt den Präsenzseminaren oder Worshops.

4. Einzel-(Coaching-)Programm: Bei diesem Online-Kurs-Format gibt es ebenfalls Materialien (Video, Audio, Text, Arbeitsblätter) zum eigenständigen Durcharbeiten für den Teilnehmer. Statt in einer Community wird er individuell vom Trainer / Coach betreut, z.B. in Coaching-Telefonaten oder auch per Email.

In der Offline-Welt entspricht Einzelberatung bzw. Einzelcoaching am ehesten diesem Format.

Verwandte Formate, die ich allerdings nicht zu den Online-Kursen zähle, sind Mitgliederbereiche sowie Online-Tages- bzw. Kursworkshops. Der Begriff “Webinar” wird in der Regel gleichgesetzt mit einem Online-Kurzvortrag mit relativ wenig Teilnehmer-Interaktion, die meist kostenlos oder sehr günstig angeboten werden – daher verwende ich den Begriff “Online-Workshops” für interaktive Gruppenmeetings (in Webinarräumen).

Onlinekurse in das eigene Business integrieren

Wie du dir vorstellen kannst, sind die Grenzen fließend und alle Elemente können flexibel miteinander kombiniert werden – bspw. ein Selbstlernkurs mit einer Community von Teilnehmern (ohne aktive Beteiligung vom Trainer), eine Webinar-Reihe mit einem Forum, ein textbasierter Email-Kurs mit Fragen-Antwort-Webinaren – um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Meine Botschaft an dieser Stelle:
Du kannst den Prozess, mit dem du deine Teilnehmer unterstützt, sehr flexibel und bedarfsorientiert gestalten – und bist keineswegs an das Format der Videoserie gebunden!

Ach ja: Die Grenzen sind wie immer fließend! Live-Online-Workshop (interaktive Webinare) können sehr gut Bestandteil eines Gruppenprogramms sein und Einzelcoaching kann eine Live-Workshop-Reihe ergänzen.

Vor- und Nachteile der einzelnen Formate

Welches Format du wählen solltest, hängt davon ab,

  • welche Vorerfahrungen und (Medien-) Kompetenzen du mitbringst,
  • welche Präferenzen deine Zielgruppe hat und vor allem:
  • welches Lernziel mit dem Kurs erreicht werden soll.

Mir ist wichtig, dass Online-Kurse wirklich Wert schaffen, dass du also mit guten, wirksamen Kursen gutes Geld verdienst. Aus Sicht der Kunden ist dein Kurs wertvoll, wenn er ihnen hilft, mit realistischer Wahrscheinlichkeit die Ergebnisse zu erzielen, die sie sich davon erhoffen. Außerdem solltest du schlichtweg langfristig Freude an den mit dem Online-Kurs-Format verbundenen Tätigkeiten haben – auch für dich persönlich schaffen Online-Kurse einen Wert.

Wenn du das schaffst, so meine Ansicht, dann hast du mittel- bis langfristig kein Problem damit, mit den Kursen Wert für dein Unternehmen zu schaffen – sprich: Verlässlich gute Umsätze zu erzielen und bleibende Unternehmenswerte zu schaffen.

Wenn die Wirksamkeit und Teilnehmerorientierung also ein wichtiges Kriterium für den Wert deines Kurset ist – welcher der vier genannten Grundtypen von Online-Kursen macht dann unter welchen Umständen besonders Sinn?

Selbstlernkurs

Selbstlernkurse eignen sich für sehr spezifische, abgegrenzte Themen, die in einer relativ eindeutigen Schrittefolge für den Teilnehmer erarbeitbar sind. Außerdem sind sie gut geeignet, wenn der Teilnehmer eine hohe intrinsische Motivation mitbringt, sich zeitnah mit dem Thema zu befassen.
Beispiele sind alle Arten von Technik-Tutorials oder andere “How-to”-Anleitungen, bei denen du als Experte den Prozess sehr genau vorgeben kannst. Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung oder anderen komplexen Projekten, bei denen jeder Teilnehmer seinen eigenen Weg finden muss, sind lediglich kleine, eindeutig erarbeitbare Meilensteine sinnvoll als Selbstlernkurs verpackbar. Z.B. wenn es darum geht, den Teilnehmern Klarheit durch Reflexionsfragen zu einem bestimmten Aspekt zu verschaffen.

Wenn dir – wie mir – wichtig ist, dass deine Kurse wirklich etwas bewegen, dann solltest du dich auf ein sehr eingegrenztes Thema fokussieren und gut beobachten, wie Teilnehmer mit deinem Kurs letztlich arbeiten und zum Ergebnis kommen können.

Die Vermarktung von Selbstlernkursen erfolgt in der Regel automatisiert, so dass du als Anbieter wahrscheinlich dann Freude an diesem Geschäftsmodell hast, wenn du gerne testest und optimierst, Zahlen anschaust und wieder testest und optimierst.

Außerdem ist es für dich als Anbieter gut geeignet, wenn du keinen oder nur wenig Kontakt zu Kunden haben möchtest bzw. wenn du als Coach oder Berater mit besser vorbereiteten Kunden arbeiten willst (die bspw. die typischen Einstiegs-Themen deines Coaching- oder Beratungsprozesses bereits eigenständig erarbeitet haben).

Gruppen-Online-Kurs

Für alle Themen, die im weitesten Sinne mit Persönlichkeitsentwicklung, mit dem Finden eines persönlich passenden Weges zusammenhängen, sind Selbstlernkurse nicht geeignet. Dann machen betreute Gruppenkurse Sinn, bei denen du als Trainer aktiv die Gruppe begleitest und den Austausch untereinander förderst und moderierst.
Auch Themen, bei denen das Verändern von Verhaltensmustern oder Routinen angestrebt wird, brauchen “soziale Verbindlichkeit” und eine zeitliche Struktur (bspw. Ernährung, Sport, Selbstorganisation).

Als Anbieter fährst du gut mit diesem Format, wenn du dich für den Fortschritt deiner Teilnehmer interessierst und Freude daran hast, im interaktiven Austausch mit deinen Kunden zu sein. Da du in einem Gruppenkurs deutlich mehr Menschen effektiv voranhelfen kannst als bspw. in einem Präsenzseminar, hast du trotz höherem Betreuungsaufwand ein skalierbares Produkt. Meist braucht die Gruppe dich weniger als du anfangs denkst – für viele Teilnehmer ist allein das Wissen darum, dass jemand da ist, der im Zweifel Feedback gibt und Fragen beantwortet ein enormer Mehrwert.

Live-Workshop-Reihe

Dieses Format ist ebenfalls gut geeignet für Themen, bei denen Teilnehmer eine zeitliche Struktur und Trainer- und Community-Unterstützung brauchen, um wirklich voranzukommen und Ergebnisse zu erzielen. Die Zielgruppe hat idealerweise eine relativ hohe Zeitsouveränität (z.B. Mütter, Selbständige), da sonst die Workshop-Termine oft nur schwer im Terminkalender untergebracht werden können.

Für dich das Anbieter ist dieses Format ideal, wenn du Schwierigkeiten mit der rein schriftlichen bzw. asynchronen Kommunikation in einem Forum hast – und gerne live und intensiv mit Teilnehmern interagierst. Außerdem ist dieses Format ideal für einen Pilotkurs. Du produzierst in diesem Fall nicht alle Medien vor, sondern reichst den Wissens-Input live rein – außerdem kannst du flexibel auf Teilnehmerfragen reagieren (und ggf. die Richtung ein wenig ändern, was nicht selten vorkommt).

Die Vermarktung sowohl der Workshop-Reihe als auch des Gruppenkurses erfolgt in der Regel über einen Launch, also eine konzertierte Marketingaktion. Während dieser Zeit bist du sehr eng im Kontakt mit deiner Zielgruppe, beantwortest jede Menge Fragen, sprichst mehr als üblich mit Kollegen und Multiplikatoren und kommunizierst auf verschiedenen Kanälen. Eine gewisse Freude am Kommunizieren und flexiblen Interagieren mit Menschen braucht es also auch dafür.

Einzel-(Coaching-)Programm

Teilnehmer einzeln durch einen Prozess zu begleiten, eignet sich für komplexe Entwicklungs- und Klärungsprozesse – sowie für Themen, bei denen die Interaktion der Teilnehmer unteinander nicht gewünscht ist oder keinen großen Mehrwert darstellt. Teilnehmer mit einem vollen Terminkalender bspw. wollen oft nicht zusätzlich in einer Community sein, sondern individuell und effizient zum Kursziel begleitet werden.

Für dich als Anbieter ist dieses Format ideal, wenn du sowieso Erfahrungen in der Einzelbetreuung hast und den typischen Lernprozess gut kennst. So kannst du einen Teil deines Begleitungsprozesses in Lernmedien verpacken und an “kritischen” Stellen punktgenau Feedback geben, Widerstände auflösen, Erfahrungen reflektieren lassen. Auch dies ein klarer Skalierungsschritt im Vergleich zum herkömmlichen prozessorientierten Vorgehen.

Bei der Vermarktung dieses sehr hochpreisigen Produkts bist du nicht so stark auf Online-Marketing angewiesen wie alle anderen Kursentwickler, sondern kannst das Programm genauso verkaufen wie deine Einzel-Beratungs- oder Coachingleistung auch. Gut geeignet für alle, die ungern ihr komplettes Marketing auf Anhieb umstellen möchten – wie es für alle anderen Online-Kurs-Geschäftsmodelle nötig ist.

Bleib flexibel

Das war eine kleine Online-Kurs-Typologie. Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig Orientierung im großen Dschungel der Online-Produkte geben! Wie du siehst, fällt ein Online-Kurs nicht zwingend in die Kategorie “digitales Produkt”, sondern kann – und sollte in vielen Fällen – eher eine Mischform aus standardisierten Lernmedien und deiner kundenorientierten Dienstleistung sein.

Natürlich musst du dich nicht auf ein Format festlegen. Aus einem betreuten Gruppenkurs kann später ein Selbstlernkurs werden – und umgekehrt, aus einem Selbstlernkurs (der den Teilnehmer ggf. zu wenig Ergebnisse bringt) ein Gruppenkurs mit mehreren Live-Online-Workshops für individuelles Feedback und Gruppenfeeling. Aus einem Live-Online-Workshop kann später ein Videokurs werden und aus einem Einzel-Programm ein Gruppenprogramm.

Probiere verschiedene Formate für deine Kursthemen aus und bleib’ immer mit mindestens einem Ohr bei deinen Teilnehmern, finde neue Zielgruppen durch neue Formate für das gleiche Thema und schau’, was für dich und deine Teilnehmer funktioniert.

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Marit Alke

Über Marit Alke

Ich helfe Coaches, Beratern und Dienstleistern dabei, ein nachhaltig erfolgreiches Onlinekurs-Business aufzubauen. Mit Onlinekursen, die Wert schaffen - die also sowohl den Kunden wirkungsvoll voranhelfen als auch dem Anbieter als erfüllende Einkommensquelle dienen. Da dieses Ziel nicht über Nacht zu erreichen ist, plädiere ich für “entspanntes Hineinwachsen ins Online-Business”.