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Zum Gipfel führen ein klares Bild, hartnäckiges Tun und ein Team!

Jetzt aber! Du willst durchstarten und dein eigenes Business gründen? Ab jetzt liegen herrlich harte Zeiten vor dir. Das Netz wird dir Tausende „Challenges“ anbieten, wie du in 60 Tagen deine Berufung findest und dein Business boostest. Die Methoden einiger ‚Gurus‘ mögen hilfreich sein, aber viele versprechen Utopie! Du brauchst vor allem dies: ein klares Bild von dir auf deinem Gipfel, Hartnäckigkeit und eine steile Lernkurve. Auch Mut und Sparringspartner helfen dir, deinen Erfolgsweg kontinuierlich nach oben zu marschieren.

Berufung, Vision oder Gelegenheit?

Menschen, die sich selbständig machen, sind unterschiedlich angetrieben: Die Einen wollen endlich ihre Berufung leben („Ich liebe die Natur und lebe ein Jahr im Wald; darüber schreibe ich ein Buch!“) Dann ist von Leidenschaft die Rede. Sie können gar nicht anders und nehmen manches Mal in Kauf, dass Berufung und ein beachtlicher Kontostand nicht immer wohlwollend korrelieren. Andere haben eine Vision und sehen glasklar ihren Auftrag; sie sind erfüllt, wenn sie sich ihr schrittweise nähern („Als Christ und Förster weiß ich, dass der Wald Menschen Frieden schenkt. Ich gründe einen Waldfriedhof.“) Sie haben meist ein sehr klares Bild. Nicht Alle sind innerlich getrieben; der Motor kommt eher von Außen. Sie folgen einer guten Gelegenheit und gehen es pragmatisch an („Ich bin Naturpädagoge und wandere gerne. Nun biete ich Wandertouren im Wald an und bringe Stadtmenschen die Natur näher.“).

Wie ist das bei dir? Kannst du gar nicht anders, als „es“ zu tun? Oder hast du eigentlich schon immer ein Bild vor Augen, wozu du einen Beitrag leisten möchtest? Mit deinem Wissen und Können. Womöglich bist du recht zufrieden mit deinem Job an sich. Und du wünscht dir eine Weiterentwicklung, einen Richtungswechsel mit bewährtem Handwerkszeug?

Finde deine „Bock-Themen“ und einen Sparringspartner

Nimm dir etwas Zeit – du findest mit dieser Übung (Lebenslinie) sehr genau oder zumindest eine deutliche Annäherung an das, was du immer schon wirklich gerne getan hast.

  • Nimm dir ein Blatt Papier, möglichst groß. Und Stifte in verschiedenen Farben.
  • Zeichne eine zeitliche X-Achse (6 Jahre bis heute in Dekaden) und eine Zufriedenheits-Y-Achse (von 0 bis 10) auf.
  • Ergänze deine Lebenslinie. Markiere deine „Hochpunkte“ und finde für jeden mindestens drei ganz konkrete Beispiele,
  • was du in dieser Phase getan und erlebt hast, wer durch welche Taten für dich Vorbild war.
  • Finde im Anschluss einen gemeinsamen Nenner
  • und was dieser mit deinem aktuellen Beruf oder einem Hobby zu tun hat.

Lütge_Blog

Entdeckst du Parallelen für deine Situation im Sinne des Wald-Menschen, Förster bzw. Naturpädagogen? Erlaube dir Spinnerei! Beschreibe sie, in Worten, als Bild oder sprich sie in eine Audio-Datei. Am besten du gönnst dir einen intimen, achtsamen Moment, schließt deine Augen und zeichnest ein inneres Bild* von dir, wie du beim Überqueren der Ziellinie aussiehst. Was hast du an? Wo bist du? Wer ist bei dir? Wie fühlt es sich an? Wie riecht es? Finde eine konkrete, beispielhafte Situation. Verankere Sie auf eine oder alle der oben erwähnten Weise! Auch wenn es dir albern vorkommt. Tu es!

Wenn du jetzt innere Stimmen wie „Wie willst du denn damit Geld verdienen?“ oder „Mach‘ mal etwas Vernünftiges!“ oder „Trau‘ dich doch mal!“ oder „Das machen doch Andere schon!“ hörst, dann sind das die, die dich ausbremsen. Vielleicht auch motivieren wollen.

  • Welche Stimme in deinem inneren Team fehlt, um mutig_er zu sein, mehr an dich zu glauben bzw. solider zu planen?
  • Was sagt diese? Schreib‘ es auf und
  • finde die Person in deinem Umfeld, die es dir aus tiefster Überzeugung soufflieren würde. Eine „mit Arsch in der Hose“, die auch mal unbequeme Rückmeldungen gibt – auch das geht übrigens wertschätzend!
  • Sprich‘ mit dieser Person, bitte sie, sich mit dir zu verbünden und dir als Pate zu Seite zu stehen. Und lade sie ein, regelmässig mit dir darüber zu sprechen.

Nun hast du hoffentlich zwei Annäherungen oder Erkenntnisse: Womit du dich schon immer gerne beschäftigt hast. Was es mit deinem jetzigen Job bzw. Können zu tun hat bzw. was du davon nutzen kannst, um mehr von diesem „früher“ zu haben. Und wer dich dazu stärken wird.

Nun die Frage: Ist es deine Berufung? Bist du wirklich bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen? Der Wald-Mensch z. B. verzichtet ein Jahr lang auf jeglichen Alltagskomfort! Wenn du deine Vision beschreiben kannst (Förster) und das grundsätzliche Rüstzeug dazu an Bord hast – was ist der nächste Schritt? Eine Weiterbildung z. B.? Oder brauchst du einfach einen Kooperationspartner, Mentor oder Businessplan (den Viele brauchen) und kannst gleich weiter marschieren?

Schon an dieser Stelle scheren Viele aus und bleiben beim Alten. Entscheiden, dass das Bewährte eigentlich doch ganz gut ist. Und sie träumen vielleicht ein anderes Mal weiter. Die, die wirklich etwas verändern wollen, sind hartnäckig. Sie sind reif und arbeiten diszipliniert weiter. Man sagt, das wesentliche Merkmal, das die erfolgreichen von den weniger erfolgreichen unterscheidet (was immer Erfolg für dich bedeutet) ist Willenskraft und Hartnäckigkeit!

Was fundierte Planung und Sexappel miteinander zu tun haben

Erlaube mir mit Sexappeal zu spielen. Das Wort triggert so schön. Es geht ja darum, dass das Neue eine enorme Sogkraft haben muss. Denn Veränderung ist aufregend, anstrengend und unbequem. Menschen sind Faultiere. Du brauchst also dein Bild* vom sog. „erwünschten Zustand“: Du auf dem Gipfel deines Erfolgs! Es schießt die Stolpersteine über den Jordan. Und die werden kommen!

Meistens planen Menschen von jetzt bis dann. Ich empfehle dir, es umgekehrt zu tun. Gehe von deinem Zielbild aus und schrittweise zurück. Zerlege also dein großes Ziel nun in Einzel-Ziele. Ich weiß, auch das ist für Manche zunächst schwierig. Schließlich wartet ein komplexer Prozess auf dich. Hilfreich ist es, mit einer Mindmap zu starten. Damit kannst du die verschiedenen Aufgabenfelder identifizieren, die du peu a peu bearbeitest. Natürlich – viele hängen miteinander zusammen.

Wenn du priorisieren musst oder möchtest, dann gibt es wiederum mehrere Möglichkeiten:

  • Was ist zwingend dran, weil es Voraussetzung ist?
  • Was fällt dir am leichtesten?
  • Worauf hast du am meisten Lust?
  • Wofür brauchst du Hilfe und kannst sie jetzt und nicht später bekommen?

Nutze diese Herangehensweise und dann schließe mit dir einen Vertrag, wann du was abarbeitest. Wichtig ist eine zeitliche Verbindlichkeit. Ich kenne Aufschieberitis persönlich nur zu gut.

In dieser Phase kommen Einige nicht nur inhaltlich an ihre Grenzen. Auch persönlich.
Denn es ist Hardcore, so einen Plan durchzuziehen. Ich rate dir daher, dir spätestens hier ein sog. Erfolgs-Team oder eine Mastermind-Gruppe zu suchen. Die findest du übers Netz. Die gemeinsame Arbeit an der Sache jedes Einzelnen unterstützt enorm– inhaltlich und deinen Prozess.

Einige Tools/Methoden für Gründer zur Selbsthilfe:

  • Lebenslinie (s. o.)
  • Visionsarbeit
  • Mind Map

Um deinen Plan zu überprüfen, bevor du loslegst, also auch einen Plausi-Check zu machen, ist ein Business Model Canvas sehr nützlich. Manchen werden auch einen Businessplan schreiben wollen. Abhängig von deinem Ziel, wird letzteres notwendig sein. Ein Business Model Canvas führt dich systematisch an deine planerischen Chancen und Stolpersteine. Es ist ein wunderbares Tool, das mich sehr überzeugt!

Machen – Fehler sind gute Berater

Ganz klar – das Machen braucht eine konkrete Idee, einen sinnvollen Plan und einen gefüllten Kühlschrank. Will sagen – die Wenigsten sind gesegnet mit finanzieller Unabhängigkeit, sondern müssen relativ schnell mit ihrem neuen Business Geld verdienen.

Du wirst das in der Planungsphase berücksichtig haben. Kannst du völlig neu starten, deinen alten Job kündigen? Musst du über eine eventuelle Teilzeitvereinbarung und im Nebenerwerb gründen? Gehst du in die Vollen und gründest mit Investoren, die für eine gewisse Zeit dein Gehalt zahlen?

Welche Variante auch für dich gilt: Machen heißt umsetzen! Deinen Plan, den du überprüft hast, den auch Andere kritisch betrachtet haben, den du überarbeitest und an irgendeinem Punkt für ausgezeichnet befunden hast, nun in die Tat umzusetzen.

Du hast dein Portfolio, den Vertrieb, dein Marketing und deine Finanzierung bereit. Und du planst entweder einen Bigbang mit Launch oder hast im Laufe des Prozesses schon erste Probekunden bedient. Und nun soll es richtig losgehen. An dieser Stelle bist du wahrscheinlich einerseits total euphorisiert – und manches Mal komplett erledigt. Und je nachdem, wie du innerlich aufgestellt bist, explodierst du vor Zuversicht, erlaubst dir Freude und Stolz erst, wenn Nennenswertes in trockenen Tüchern ist oder hast du Hosen voll. Das ist der Moment, wo die blöden Stimmen aus deinem inneren Team auch gerne mal in die erste Reihe wollen mit ihrem Zeigefinger. Sie schützen dich, machen dich wachsam. Und mobilisieren hoffentlich all deine Kräfte. Nimm deine Leute aus dem Erfolgs-Team bspw. Und deinen Sparringspartner in Anspruch! Hilfe einzufordern ist kein Manko – es ist klug!

Stelle dich darauf ein, dass es womöglich nicht 100%ig rund läuft. Du wirst herausgefordert. Früher oder später wirst du inhaltlich oder persönlich zaudern. Das gehört dazu! Du hast eine steile Lernkurve hingelegt. Und diese „Achtung“- Momente zeigen dir lediglich, wo du nachbessern solltest. Und last but not least: Fehler, die du machst zeigen dir, wie anders besser geht. Sie sind kein Indikator für Misserfolg.

Erfolg braucht Hingabe

Ich finde nicht, dass man für etwas brennen muss oder es zwingend Leidenschaft braucht. Darin steckt die Gefahr des Tunnelblicks. Liebe, besser Hingabe für die Sache und die Lebensform sind m. E. gute emotionale Zustände. Darin steckt etwas Selbstverständliches und Leichtigkeit. Weniger „muss“ und mehr „darf“. Schließlich ist es deine Entscheidung, den Weg der Selbständigkeit zu gehen. Übrigens befindest du dich bis zu 5 Jahre im Gründungs-Status. Erst danach wechselt sie in eine etablierte Phase.

Wenn du dich auf deinem persönlichen Gipfel also im Bild und den Weg dahin solide geplant hast, dir ein gutes Team für den Aufstieg zur Seite steht, du deinen Plan überprüft hast und du durch das Training davor gut vorbereitet bist – dann kannst du losmarschieren. Auf dem Weg nach oben werden dich dann Beharrlichkeit, sinnvolle Pausen, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, bei Unwetter kluge Entscheidungen zu treffen, begleiten.

Ich wünsche dir diesen großartigen Moment: Wenn du deine Fahne hisst!

P.S.: Falls du hierzu Fragen hast – melde dich!

 

Cornelia Lütge

 

Cornelia Lütge

Über Cornelia Lütge

Die Autorin ist nach einer eher klassischen Karriere in der Werbung und im Marketing seit neun Jahren Coach und Trainerin. Ihr Arbeit widmet sie der Lebenszeit – die Aufteilung in Arbeits- und Freizeit ist überholt. So arbeitet sie mit Frauen und Männern, die sich Präsenz und Authentizität wünschen. Solopreneure und Unternehmerinnen einerseits mit dem Ziel, ihr Können selbstbewusst und echt nach vorne zu bringen. Zudem junge Talente und Entscheider, die als Angestellte vor allem zwei Dinge wollen: In ihren Aufgaben einen Sinn sehen und ein Miteinander auf Augenhöhe. Modern Leadership und Diversity für die Neue Arbeitswelt sind zudem ihre Hingabe-Themen, für die sie als Alliance Partnerin von Pawlik Consultans im B2B antritt. ‚Wahrheit vor Schönheit und ‚zunächst ist nichts absurd‘ sowie ‚erlaube dir alles zu denken und echt zu fühlen‘ – damit darfst du in der Zusammenarbeit mit der Autorin rechnen. Schließlich willst du in Bewegung kommen. Willkommen - sehr herzlich – für weitere Eindrücke bei www.cornelialuetge.de.