Warum Conversation Marketing ein Muss ist

Marketing ist schon lange keine Einbahn-Kommunikation mehr. Wer seine (potentiellen) Kunden besser kennenlernen, verstehen, auf sich aufmerksam machen und seine Beziehung zu ihnen insgesamt verbessern will, der muss zuhören lernen und sich auf Dialog einstellen. Doch wie führt man eine echte Kommunikation mit seiner Zielgruppe?

Das Kommunikationsproblem

Gehen wir zunächst einen Schritt zurück. Stellt euch vor, ihr sitzt mit einem Freund in einer Bar und unterhaltet euch. Ihr redet über eure letzte Lohnabrechnung – könnte mal wieder mehr gewesen sein. Euer Freund erwidert nur: „Kauf dir endlich mal ein richtiges Auto!“

Was ist passiert?

Euer Freund ist nicht auf das Thema eingegangen, das ihr angeschnitten habt. Er hat sich nicht in euch hineinversetzt und zeigt augenscheinlich kein Interesse dafür, was euch gerade wirklich umtreibt.

Ok, wir können unsere sozialen Antennen nicht immer auf Hochleistung stellen – manchmal leben wir eben in unserer eigenen Welt und das ist auch ok so. Dennoch, eine richtig befriedigende Kommunikation, die beiden Seiten etwas bringt, kommt so nicht zustande.

Die Lösung…

… ist eigentlich ganz einfach: Zuhören. Und ein Gefühl für den anderen entwickeln.

Kommen wir nun vom privaten Bereich zum geschäftlichen, auf das sich das oben genannte Kommunikationsproblem auch übertragen lässt.

In der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden läuft es oft ähnlich schief. Viele Marketer hören heutzutage immer noch nicht richtig hin und kommunizieren deswegen an ihrer Zielgruppe vorbei.

Weniger schreien, mehr zuhören.

Das ist die Devise – doch wie geht das?

Im Grunde ist es relativ simpel und ihr braucht keine besonderen Tools um auszukundschaften, was eure Zielgruppe bewegt.

Wie kann ich Conversation Marketing für mein Online-Business einsetzen?

Hierfür bieten sich verschiedene Kanäle an. Allen voran die Sozialen Netzwerke, da diese dialogorientiert angelegt sind und es hier besonders leicht fällt, mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Aber z.B. auch via E-Mail gibt es einige Möglichkeiten.

Conversation Marketing
Die sozialen Netzwerke bieten sich besonders fürs Conversation Marketing an.

 

Twitter

Twitter eignet sich dafür besonders gut. Hier könnt ihr über die Keywords-Suche relativ komfortabel den Diskussionen eurer Zielgruppe oder einem bestimmten Thema folgen. Hört und lest hier aufmerksam mit. Wird vielleicht sogar genau das Problem genannt, für das ihr die Lösung habt? Dann könnt ihr mit einem persönlichen Tweet oder Nachricht direkt Kontakt aufnehmen.

Über Twitter könnt ihr einen persönlichen Tweet senden indem ihr z.B. fragt, was er oder sie von eurem letzten Vortrag oder Webinar hält. So sammelt ihr nicht nur wertvolle Informationen, sondern zeigt euer ehrliches Interesse an dem anderen. Er oder sie wird es wertschätzen und eine positive Beziehung zu euch aufbauen.

Facebook

Auch hier könnt ihr gut zuhören und euch einschalten. Sucht euch beispielsweise relevante Gruppen aus und werdet dort Mitglied. Sobald sich dort eine Diskussion auftaucht, die sich um eure Themenwelten dreht, könnt ihr euch daran beteiligen. Das Gleiche gilt natürlich für andere Seiten, die relevant für euren Bereich sind.

YouTube

Auch auf YouTube könnt ihr mit eurer Zielgruppe interagieren. Videos eignen sich perfekt dafür, emotional anzusprechen, die Phantasie anzuregen und eure Zielgruppe zu aktivieren. Fragt aktiv, was die Zuschauer von euren Videos halten.

E-Mail Marketing

Fragt doch bei eurem nächsten Newsletter genau nach: Was gefällt euren Abonnenten an eurem Produkt, was gefällt ihnen überhaupt nicht?

Umfragen

Umfragen sind ein tolles Mittel, um eure Zielgruppe ein bisschen auszuquetschen. Startet eine Umfrage und fragt eure Zielgruppe direkt, was sie an euch und eurem Produkt mag und auch, was sie überhaupt nicht ausstehen kann. Für diese Umfragen braucht ihr nicht unbedingt umfangreiche Tools, sondern könnt z.B. einfach bei Facebook eine Umfrage starten.

Webseite

Auch über eure Webseite könnt ihr in direkten Kontakt zu eurer Zielgruppe treten. Eine aussagekräftige „about-Seite“ ist schon mal eine gute Basis.

Dazu könnt ihr euren Webseiten-Besuchern die Möglichkeit geben, euch Fragen zu stellen. So dreht ihr das ganze zwar um 180° Grad – interessante Einsichten über das, was eure Zielgruppe interessiert, bekommt ihr so auf jeden Fall auch. Und ihr könnt dann später immer noch in persönlich in Kontakt treten…

Macht es eurer Zielgruppe möglichst leicht, mit euch in Kontakt zu treten. Dafür könnt ihr z.B. einen Live-Chat auf eurer Webseite einrichten. Natürlich sollte auch euer Support gut erreichbar und euer Hilfebereich stets aktuell sein.

Neu ist das ganze aber nicht!

Werdet ihr jetzt wahrscheinlich sagen. Und ihr habt recht! Dennoch, es ist heute aktueller denn je.

Wir sind müde, die immergleichen Werbespots zu sehen und mit Marketing-Slogans zugespamt zu werden. Wir wollen selbst etwas sagen, wahr- und ernstgenommen werden. Das geht nur in einer ehrlichen Kommunikation auf Augenhöhe. Ihr müsst eurer Zielgruppe das Gefühl geben, dass ihr euch wirklich für sie interessiert. Aus diesem Dialog und gegenseitiger Wertschätzung entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist die Basis für den Erfolg eures Online-Business.

Conversation Marketing – was ist das denn nun?

Im Conversation Marketing geht es um Beziehungsaufbau und Kommunikation mit eurer Zielgruppe. Im Social-Media-Zeitalter gilt es, weniger das eigene Produkt in die Welt hinauszuschreien, sondern vielmehr, Kontakt und Kommunikation aufzubauen. Dadurch entsteht Vertrauen von Seiten eurer Zielgruppe, das die Basis dafür ist, dass sich andere für euer Konzept und eure digitalen Produkte wirklich interessieren und euch zutrauen, dass ihr das Zeug dazu habt, ihnen bei ihren alltäglichen Problemen zu helfen.

Wenn ihr es schafft, euch nicht nur als Experte und Problemlöser für ein bestimmtes Thema zu etablieren sondern eure Zielgruppe auch dazu bringt, mit euch zu interagieren – z.B. in Form von Kommentaren auf Facebook – dann seid ihr auf dem absolut richtigen Weg.

Damit auf diesem Weg zum Ziel alles glatt, hier ein paar Grundregeln:

Werbe-Fuzzis will kein Mensch

Achtet bei all euren Kommentaren und Nachrichten und Tweets immer darauf, dass ihr sinnvolle und hilfreiche Kommentare abgebt, die anderen auch wirklich weiterhelfen. Sonst kann das ganze schnell nach hinten losgehen und ihr werdet schnell als Störenfried und Werbe-Fuzzi eingestuft…

Stellt euch auf eurer Kunden ein

Damit eure Kommunikation auch wirklich reibungslos und erfolgreich verläuft, müsst ihr eure Zielgruppe möglichst gut kennen. Stellt euch auf ihre Sprache, ihre Vorlieben, ihre Ängste und Sorgen ein und helft ihnen dabei, ihre Probleme zu lösen.

Passt euer Design an

Dasselbe gilt auch für euren visuellen Auftritt. Je nachdem, welche Zielgruppe ihr ansprecht solltet ihr euren Auftritt entsprechend anpassen. Das beginnt beim Design eurer Webseite und kann sich bis zu eurem Kleidungsstil durchziehen. Natürlich braucht ihr es dabei nicht zu übertreiben – ihr sollt schließlich ihr selbst bleiben und euch nicht verbiegen.

Mehrwert

Wie bereits erwähnt, müssen eure Kommentare und anderen Kontaktaufnahmen immer sinnvoll sein und wirklich weiterhelfen.

Seid ein echter Problemlöser!

Und wenn euch mal nichts einfällt, dann gebt das ehrlich zu. Oder schreibt in diesem Falle am besten gar nicht erst einen Kommentar. Das schafft Vertrauen, denn es ist nur allzu menschlich: alles kann man schließlich auch nicht wissen.

Am Ende steht die Analyse

Nehmt euch genügend Zeit, die Erfolge eures Conversation Marketings zu messen und reflektiert die Ergebnisse.

Solltet ihr beispielsweise bemerken, dass eure Kommentare unbeantwortet und umkommentiert bleiben, dann ist es an der Zeit, hellhörig zu werden. Untersucht, ob ihr wirklich die richtige Plattform ausgesucht habt und ob eure Ansprache zu eurer Zielgruppe passt. Wenn ihr merkt, dass hier etwas im Argen liegt, dann solltet ihr noch mal einen Schritt zurück gehen und eurer Conversation Marketing Strategie noch mal überdenken, vor allem, was die Ansprache eurer Zielgruppe angeht.

Die Vorteile des Conversation Marketings

Content und Inbound Marketing sind Buzzwords, die in aller Munde sind. Heutzutage hat fast jedes Online Business einen Blog und schreibt (mehr oder weniger) wertvolle Artikel für seine Zielgruppe. Aber woher wissen diese Vielschreiber, wo ihrer Zielgruppe wirklich der Schuh drückt? Klar, wer seine Hausaufgaben gemacht hat, der hat sich natürlich zu Anfang mit seiner Zielgruppe beschäftigt und weiß so schon mehr oder weniger genau, welche Themen für sie interessant sind.

Durch das genaue Hinhören beim Conversation Marketing könnt ihr noch präziser einschätzen, was eure Zielgruppe wirklich beschäftigt und spezifisch darauf eingehen. Das verschafft euch nicht nur eine größere Reichweite und Visibility (z.B. durch Kommentare in den Sozialen Medien) sondern sorgt für Vertrauen und untermauert euren Expertenstatus.

 

 

Gehen wir doch noch einen Schritt weiter und fangen an, wirklich zuzuhören.

Ich wünsche euch viel Freude und Erfolg dabei und viel Erfolg mit eurem Online-Business und dem Verkaufen eurer digitalen Produkte!

 

Team elopage

Unser Ziel ist es, dir den besten Support zu bieten, den es gibt. Wenn deine Frage mit diesem Post noch nicht beantwortet wurde, dann sende uns gern eine Mail an support@elopage.com oder ruf uns unter der (030) 398 20 46 50 an. Wir lassen dich nicht alleine und bleiben dran, bis das Problem gelöst ist!

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